Kapitel 11

Rettung des Gewürzhändlers

Der Gewürzhändler Thomas war gerade informiert worden von Heinrich, Karl und Aida, dass Geret der Räuber mit seiner Bande, vor hat ihn zu überfallen. Die Gruppe aus Nocturnus erklärten sich bereit Thomas zu helfen, im Gegenzug würde das ausgesetzte Kopfgeld zu gleichen Anteilen auf beide Gruppe verteilt werden.
Es war Mitten in der Nacht und entsprechend schlecht waren die Pläne. Karl zeigte sich immer wieder von den intelligenten Plänen von Aida beeindruckt. Man einigte sich darauf, dass Ulrik und Heinrich im Wagen sich versteckten. Karl sollte dem Wagen des Gewürzhändlers in gebührenden Abstand folgen. Aida sollte mit großem Abstand folgen, um nicht in die direkte Auseinadersetzung involviert zu werden.

Am Vormittag zog die Truppe des Gewürzhändlers bestehend aus Thomas dem Händler,
Gernort Schenk seinem Partner und seinen drei gut ausgerüsteten Wachen los. Im Wagen befanden sich wie abgesprochen Ulrik und Heinrich. Auch Karl und Aida folgten dem Tross in unterschiedlichen Abständen. Nach wenigen Stunden erreichte der Wagenzug eine Kurve, hinter der ein totes Pferd auf dem Boden lag. Geret mit zwei Begleitern postierten sich hinter dem toten Pferd. Heinrich hatte inzwischen bemerkt, dass noch weitere Personen auf einem sehr nahem Felsen, wie auch am Wegesrand im Wald, sich versteckt hatten. Geret forderte den Händler auf sich zu ergeben. Thomas lehnte dies ab und versuchte mit dem Wagen zu entkommen. Gernot, der den Wagen lenkte, wurde darufhin von einem Pfeil schwer verwundet und konnte nicht verhindern, dass der Wagen am Wegesrand zum stehen kam. Es kam zum offen Kampf. Ulrik verwundete nach wenigen Schlägen Geret schwer. Dieser flüchtete darauf hin. Gerets rechte Hand, ein großer Hühne, wurde von Heinrich niedergestreckt. Auch Karl konnte einen Räuber schwer verwunden. Als die Mörderbande niedergerungen war, verfolgte Ulrik und Heinrich den geflohenen Geret, mit Hilfe von Heinrichs Hund Havald. Schnell war der verwundete Geret eingeholt und wurde zum restlichen Trupp zurückgeführt. Karl plünderte heimlich ein paar Räuber und Aida kam inzwischen ebenfalls am Ort des Scharmützels an.
Während alle bis auf Karl den Wagen wieder aus dem Seitengraben schoben, tötete Karl Geret mit einem eindrucksvollen Schlag. Anschliessend begab man sich mit den Leichnamen und den gefangen Räuber zur Burg des Ritter von Chamerau. Dort gab es einen Menschenauflauf, die den gesuchten Räuber mit Schimpfrufen zur Burg begleiteten. Bei der Burg, erhielt Thomas die bekannte Kopfprämie und teilte diese gerecht auf. Heinrich erwähnte noch, dass die Gruppe aus Nocturnus an dieser Aktion beteiligt war, was der Ritter mit einem Nicken quittierte. Mit Stolz begab man sich zurück nach Nocturnus.

Aidas Geschichte:
Meine Begleiter soffen sich die ganze Nacht Mut an, denn sie hatten gewaltige Angst vor diesem Geret mit seinen drei dutzend schwerbewaffneten elite Söldnern der schwarzen Hand. Ich hatte es schwer meine Kammeraden oder sagen wir besser Ablenkung, dazu zu bewegen, sich den Räubern zu stellen. Am nächsten Morgen zogen die anderen auf dem Weg entlang, immer beobachtet von den Spähern von Gerets Elitekommando. Ich aber überholte sie heimlich mittels Wipfelschritten. Dabei klettert man auf einen Baum bis auf den Wipfel und verlagert sein Gewicht so, dass dieser sich in die gewünschte Richtung neigt. In den hiessigen dichten Wäldern stösst dann der Wipfel von selbst an den Wipfel des nächsten Baumes und man kommt mit etwas Übung ohne Kraftanstrengung mit hoher Geschwindigkeit sehr schnell quer durch den Wald und zudem fast lautlos. An einer Kurve fand ich den Haufen von Geret einschliesslich ihm selbst. Im Wald, machte ich den Ruf des wilden Bärens nach, worauf die Räuber, mutiger als ich dachte, aber offensichtlich waren es wirklich das beste was man als Kämpfer auf diesem Kontinent bekommen kann, sich dorthin bewegten. Über Ihren Köpfen schwang ich über sie hinweg. Dann tötete ich das Pferd von Gered mit mehreren dutzend gezielten Pfeilschüssen. Dies gilt als eindeutiges Zeichen für die Assessinengilde der Sarazenen aus Sarmakand und bedeutet soviel wie, verschwindet oder sterbt. Als Geret mit seinen Spiessgesellen zurück kamen, fanden sie das Tote Pferd und Geret erkannte sofort die Warnung. Doch anstatt zu fliehen, befahl er seinen schwerbewaffneten elite Kämpfern die zudem magische Waffen besassen, mich zu jagen. Ich will es abkürzen, es gab ein wahres Blutbad im dichten Wald, wo ich mit Speerfallen, Dornen-Seil-Schnapfallen, sowie mittels Meuchel von unter der Grasnarbe heraus, fast alle tötete. Als der Wagenzug mit Thomas, dem charmanten und grosszügigen Juwelenhändler, ankam, war die Gruppe von Geret schon in Auflösung. Geret floh und konnte von Heinrich und Ulrik festgenommen werden. Wie es die anderen schafften sich selbst zu verletzen, wird mir ein Rätsel beleiben. Nach geraumer Zeit kam ich auf dem Weg an und tat so, als ob ich eben erst angekommen wäre. Ein besonderer Hohn war, dass Geret bis zu seinem Ende Karl für den Assessinen hielt und ihm deshalb zweideutige Zeichen zu warf, woraufhin dieser Geret umbrachte.

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