Kapitel 3

Die Jagd auf Osiander

Osiander war mit einem seiner merkwürdigen Biester in den Wald verschwunden. Das andere lag tot vor dem Eingang zu Nocturnus. In der Nacht war Osiander noch von Tolides, Haraldus, Elata und Cornelius verfolgt worden, aber Osiander konnte trotzdem im düsteren Wald entkommen. Bartholomäus blieb schwer verletzt zurück in Nocturnus, wurde verbunden und konnte stabilisiert werden. Der Leichnam der erschlagenen Bestie wurde auf Weisung Haraldus in einen unbenutzt Vorratsraum in Nocturnus gebracht. Eine kurze Untersuchung von Haraldus ergab, in der erschlagenen Bestie befinden sich etwa drei Pawns Vis.
Am Morgen des darauffolgenden Tages machten sich Elata, Cornelius und Remigius zusammen mit Ulrik und Aida auf, um Osiander doch noch dingfest zu machen. Elata verpasste sich und Cornelius eine Hundenase. Mit dieser war es beiden möglich die Spuren zu verfolgen. Sie führten etwa in Richtung Vurte. Etwa eine halbe Stunde von Furte entfernt trennten sie sich aber. Eine, vermutlich die von der Bestie, führte nach Nordwesten und eine, vermutlich die von Osiander, führte nach Furte. Elata, Cornelius und Ulrik folgten den Spuren der Bestie, da sie sich wegen der sehr merkwürdigen Hundenasen, nicht nach Furte trauten. Remigius und Aida gingen nach Furte, um dort nachzufragen, ob jemand Osiander gesehen hätte. Remigius und Aida kamen schnell nach Furte und betraten das einzige Gasthaus des Ortes. Sie waren nicht die einzigen Gäste, denn ein reisender Händler schlabberte gerade seinen Milchbrei. Aida wurde von Remigius angewiesen die Schankfrau auszuhorchen, was aber ziemlich mißlang, da diese offensichtlich von dem arabischen Aussehen von Aida abgeschreckt wurde. Nach mehreren Peinlichkeiten gab Aida auf. Kurze Zeit später verließ der Händler den Schankraum, hielt sich dabei aber verdächtig die linke Seite. An etwa dieser Stelle wurde Osiander in der letzten Nacht verletzt. Die beiden aus Nocturnus verfolgten den Händler. Am Dorfrand ließ der Händler überraschend seine Tarnung fallen und Osiander stand vor ihnen. Es kam zu einer Diskussion zwischen Remigius und Osiander, was zum Ergebnis hatte, daß Osiander Remigius nach Nocturnus begleitete, um dort die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen, im Gegenzug versprach Remigius Osiander freies Geleit.
Elata, Cornelius und Ulrik verfolgten das Biest. An einer Felswand ankommend, endete die Spur. Mit dem Spruch "Sight of Trueform" enttarnte Elata das unsichtbare Wesen (aber nur für sich selber). Als dieses bemerkte, daß es enttarnt war, floh es in dichtes Unterholz. Die ganze Bande aus Nocturnus folgte ihm. Elata und Cornelius taten dies in Form eines Raben mit Hundeschnauze. Ulrik musste nach kurzer Zeit aufgeben, da das Unterholz ihn stark behinderte und er den Anschluss an die anderen verlor. Elata und Cornelius flogen, dem wild durch den Wald brechenden Untier, hinterher. Die Verfolgung zog sich über mehrere Stunden und wurde am späten Nachmittag von beiden abgebrochen, um sich dann am Abend wieder in Nocturnus zu treffen. Am Abend als alle wieder beieinander waren, zusammen mit Osiander, wurde dieser zur Rede gestellt. Nach etlichen Vorwürfen, die teilweise berechtigt, teilweise irreführend waren und etlichen verteidigenden Argumenten von Osiander, kam es zum Urteilspruch von Remigius als anwesenden Quaesitor. Das Urteil, das auch bedingungslos von Osiander akzeptiert wird lautete:
Osiander darf sich nicht mehr Nocturnus bis auf Sichtweite nähern, er muss acht Pawns Vis an den Bund abtreten und darf keine Versuche unternehmen, sich das von ihm begehrte Buch, anzueignen.
Nach dieser Geschichte kehrte wieder etwas Ruhe in den Bund ein. Haraldus reiste nach Nürnberg. Ebenso verließ Tolides für einge Zeit den Bund. Die anderen wendeten sich dem Aufbau ihrer Labore zu, oder lernten aus Büchern. Ein paar Tage später traff Uservia ein. Elata informierte Uservia über alle Ereignisse. Uservia kannte bereits Osiander und lästerte gehörig über diesen. Anschliessend kam es zu einem Treffen aller in Nocturnus anwesenden Magier. Auf diesem Treffen übergab Uservia den Anwesenden eine Schatzschatulle, mit deren Inhalt die Laboreinrichtungen bezahlt werden können. Remigius und Elata wurden aufgefordert eine rudimentäre Satzung zu erstellen. Anfang Juni erschien Athanasios, der Baumeister des Turmes von Haraldus, in Begleitung seiner zwei Assistenten, und einem Zwergen namens Agrom Grummelbart. Der Bau des Turmes begann mit großem Elan. Es kamen in der folge Zeit einige weitere Personen im Bund an. Ein gewisser Karl kam und fand auf dem Bau Arbeit, ebenso wie ein Heinrich, der beinahe von einem Lastenkran erschlagen worden wäre. Eine weitere Person Namens Theuderic aus dem Bunde Irencillia kam und bot seine Fähigkeiten dem Bund an. Theuderic ist ein Gelehrter, der fließend Latein spricht und sich mit den Geflogenheiten eines Magierbundes bestens auskennt. Da wegen der Herkunft Theuderics Zweifel wegen dessen Loyalität aufkamen, hatte sich Remigius einverstanden erklärt, diesen zu überprüfen mittels Magie. Remigius verzauberte Theuderic mit dem Zauber Frosty Breath und weiteren unbekannten Sprüchen und Haraldus befragte Theuderic in Anwesenheit von Elata. Als Theuderic alle Fragen bezüglich Loyalität zufriedenstellend beantwortet hatte, kam es zu einer Sitzung alle Magier und es wurde beschlossen Theuderic anzustellen. Bei dieser Sitzung kam das Thema auch auf die Visresourcen des Bundes zu sprechen. Uservia informierte alle über die hier vorhandene Quelle, welche 35- 40 Pawns Vis jährlich liefert. Es wurde angesprochen ob nicht jeder Magier dem Bund eine Season alle fünf Jahre als Dienst zu leisten hätte. Es schien sich eine Mehrheit für diesen Vorschlag abzuzeichnen. Im Herbst kam ein gewisser Svante Olafson, ein Barde aus Dänemark, in Begleitung von Krox einem Raben an. Er nistete sich ein und unterhielt die Bewohner von Nocturnus mit Musik und Geschichten. Der Herbst verrann ansonsten Ereignis los, doch während der Magiersitzung zum Ende des Herbstes, wurde von Pavel ein sehr großer Salamander (einen halben Meter) gesehen. Alle sind gespannt auf die Ursache dafür.

Die Fassung von Aida:
Als angehörige der Assesinnen von Bagdad wurde ich beauftragt einen Hexer zu jagen und zu töten. Nach kurze Zeit hatte ich diesen in einer der übelsten Spelunken weit und breit aufspüren können. Um kein Aufsehen zu erregen beschattete ich ihn unauffällig und folgte ihm heimlich. Als dieser in den dichten heimischen Wälder verschwinden wollte, schlich ich mich leise von hinten an ihn ran und überwältigte ihn mit wenigen gezielten Schlägen. Als er weinend vor mir lag und um Gnade flehte, dachte ich mir, ich könnte mehr Kopfgeld für ihn bekommen, wenn ich ihn lebend herbringe. Durch diese Tat beeindruckt, bauen jetzt die Herren von Nocturnus mir einen Turm.

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