Der Berg der schwarzen Wolken

Ich befand mich auf einer Mission um das Leben von meinem hochverehrten Kollegen und gutem Freund Remigius zu retten. Er war von einem Fluch getroffen worden, als er eine kleine Steinstatue untersuchte, die ich als günstiges Rabatt Geschenk erhalten hatte, als ich meine Laboreinrichtung erwarb. Remigius hatte sich in ein wahrhaft mondströses Etwas verwandelt und seine Kollegen im Bund darum gebeten diese Statue, die der Grund für diesen Fluch war, an einen für sie bestimmten Ort zurück zu bringen. Dieser Ort befand sich angeblich auf einem benachbarten Berg. So zog ich, Haraldus der Strahlende, los um diese Bitte meines guten Freundes Remigius zu erfüllen. Tolides begleitete mich netterweise auf dieser Reise. Auch Ilata und einige Diener aus Nocturnus schlossen sich uns an, aber aus anderen Gründen, die mir bis heute nicht ganz klar sind.
Nun denn, am zweiten Tag hatten wir den Fuß des besagten Berges erreicht. Dort erblickten wir auf einer Lichtung drei Steinmonolithe auf einem kleinen Hügel und ein kleines etwas davon entferntes Dorf direkt am Berg. Tolides und ich passierten die Lichtung unbehelligt. Ilata und die Dienerschaft, machten sich aber auf der Lichtung und an den Steinen zu schaffe. Tolides und ich hatten schon fast das Dorf erreicht, als Volkmar ein wahrer Hüne einen Stein aus dem Hügel herreisgerissen hatte. Plötzlich schien Ilata und ihre Begleitung von einem Grauen erfüllt zu werden. Volkamar versuchte den Stein eilends wieder an seine Stelle zu bringen, was ihm aber nicht recht gelang. Anschliessend beeilten sie sich, Tolides und mich wieder einzuholen, die wir bereits das Dorf erreicht hatten. Dort wurde ich von den Einheimischen zunächst sehr misstrauisch empfangen. Mir gelang es trotzdem zu erfahren, dass dieser Berg, zu dessen Fusse sie leben, für die Einwohner ein heiliger Berg war. Die Einwohner waren zerlumpte heruntergekommene mutierte verkrüppelte menschähnliche Wesen, die in erbärmlichen Holzschuppen lebten. Durch meine freundliche und zuvorkommende Art, hatte ich das Vertrauen der Bewohner und ihres Anführers Bogarz rasch gewonnen und sie wollten mich und alle meine Begleiter zum Essen einladen. Tolides wollte aber unbedingt weiter ziehen, den Berg hinnauf, und Ilata und unsere Diener, die sie immer mehr als ihre Diener behandelte, wollten weg vom Dorf, aber blos nicht auf den Berg. Da ich mir sicher war, dass es mehr Katastrophen geben würde, wenn eine Diskussion der unterschiedlichen Absichten auf einer Gastfeier ausgetragen würde, entschloss ich mich, das großzügige Angebot der einheimischen Bevölkerung auszuschlagen und erste einmal ein Quartier zu beziehen. Es wurde ein nicht besonders vorteilhaftes gefunden, aber es musste wohl unseren Ansprüchen genügen.
Schon zu beginn der Nacht kam es zu einem Überfall der Dorfbewohner, die vermutlich erbost waren über die Kränkung am Tage zuvor. Die Nachtwache, die Hans inne hatte, bemerkte nicht, wie sich sage uns schreibe eine halbe Hundertschaft an unser Lager herangeschlichen hatte. Das gesamte Dorf war mit Knüpeln bewaffnet zu unserem Lager geschlichen. Die ersten stürmten bereits mit erhobenem Knüpel und lautem Gebrüll in unser Lager, dann erst hörte ich den Warnruf von Hans. Das zerlumpte Elend, was mich angriff, konnte ich
erfolgreich abwehren. Die anderen hatten weniger Glück und so mussten einige der Diener eine Wunde einstecken. Wir zogen uns geordnet zurück, dabei versuchte sich Volkamar als Kommandant. Als wir einge hundert Meter entfernt von unserem ehemaligen Lager waren, wurde dieses von den Dörflern geplündert. Tolides, der sich beim Angriff unsichtbar gemacht hatte, gab mir den Tipp, zum Berg zu gehen. Dies taten wir auch. Als wir am Berg waren weigerte sich Ilata den Berg zu besteigen bei Nacht. Sie war aus irgendeinem Grund seit dem späten Vormittag Blind. Vielleicht war ein Zauber nicht richtig gelungen, oder viellicht ist er auch zu gut gelungen, das hat sie mir nicht erzählt, jedenfalls wollte sie nicht weiter und lies sich einfach zu Boden fallen. Für Volkamar, der inzwischen sich als Hauptmann verstand, stand fest, wir müssen alle zusammen bei Ilata bleiben. Tolides und ich sahen das nicht ein, vor allem da Ilata, noch vor kurzem recht flink zu Fusse unterwegs war, und so gingen Tolides und ich weiter zu einer Treppe, die Tolides auf der anderen Seite des Dorfes entdeckt hatte, die den Berg hinauf führte. Schnell war diese von Tolides und mir gefunden. Wir eilten den Berg hinauf, vorbei an verfallen Statuen. Ganz oben fanden wir ein Plateau. Dort waren viele Statuen, die kaputt herumstanden. In der Mitte befand sich ein Steinmonolith, mit magischen Schriften darauf, die immer wieder die Farbe wechselten und die ebenso die Position. Es waren auch etliche zerstörte Bauwerke zu entdecken, von denen einer wohl mal ein Tempel gewesen war. Wir untersuchten den Monolithen, fanden aber keinen Hinweis auf seinen derzeitigen Sinn und Zweck. Plötzlich trat eine Person auf uns zu und fragte uns, was wir hier wollten. Ich nannte meinen Namen und, ich sagte, dass wir hier sind, um der Sache hier auf den Grund zu gehen. Die Gestalt ging wieder weg und verschwand hinter ein paar Steinhaufen. Als Tolides und ich den Haufen umkreiste, fand Tolides eine schwarze Katze, die er selbst in dieser späten Nacht noch als Ilata identifizierte. Da kann Ilata aber von Glück sprechen, denn bekanntlich sehen Nachts alle Katzen gleich aus. Ilata hatte offensichtlich plötzlich gar keine Probleme zu sehen. Auch war sie kurz nach uns als Katze auf dem Plateau. Auch von der Gestalt die direkt bei Ilata verschwunden sein muss, hatte sie angeblich nichts bemerkt. Mir ist bis heute nicht klar, was für ein Spiel Ilata bei der ganzen Mission mit uns spielte. Ich ignorierte diese Fragen, da wir eine Aufgabe zu erledigen hatten und ich keine Lust auf irgendwelche Diskussionen verspürte.
Tolides und ich untersuchten den verfallenen Tempel. Unter dem eingestürzten Dach, fanden wir eine Treppe, die nach unten führte und von einer Säule versperrt war. Gerade eben waren auch die Diener oben angekommen. Ich beorderte sie zu mir und befahl ihnen energisch diese Säule zu entfernen, was diese auch mit Missmut taten. Als der Gang frei war, kundschaftete Tolides die Gewölbe aus. Auf der ersten ebene waren zwei Gänge die nach unten führten, ein Raum in dem sich Fliegen und ein Fliegenenst befand und ein Raum mit goldgetrieben Geschirr.
Heinrich, Tolides, Ilata und ich betraten danach das Gewölbe und folgten den Gängen die weiter nach unten führten. Dort stiessen wir auf eine große Tempelhalle mit Altar und einer sehr großen Statue eines Gottes der meiner Statue ähnelte und eine Nische für diese besaß. Ich wollte mich gerade aufmachen die kleine Statue in die große Statue zu tuen, als ich von Ilata angesprochen wurde. Sie versuchte mich von meinem Vorhaben abzubringen und in diesem Moment begriff ich, dass ihr ganzes Streben nur den Zweck hatte, dass wir den Wunsch von Remigius nicht erfüllen sollten. Inzwischen nahm Tolides drei beschriftete Steintafeln vom Altar, worauf aus allen Körperöffnungen der Gottesstatue schwarzer Qualm kam. Wir flüchteten aus dem Tempel. Aussen verabschiedete sich Tolides, zusammen mit den Steintafeln und wurde nicht mehr gesehen. Auch Ilata verschwand eilends. Ich aber scharte die Dienerschaft um mich und harrte der Dinge die da kommen sollten. Aus dem Obilisken in der Mitte entstand aus Rauch und schwarzen Wolken ein übermächtiges Monster. Die Schläge prasselten nur so auf uns nieder. Ich konnte die Waffe von Hans in eine flammende Axt des Infernos verwandeln und so besiegte er mit nur einem Schlag das Monster. Von den ach so mächtigen anderen Zauberkundigen aus Nocturnus, war weit und breit nichts mehr zu sehen. Heinrich und ich betraten noch einmal den Tempel. Auf dem Altar erschien schon wieder eine Gestalt aus schwarzem Rauch. Als wir aber die kleine Statue in die Nische in der großen gebracht hatten, liess diese uns in Frieden ziehen.
Mit dem Gefühl eines großen Erfolges, führte ich, Haraldus Hoplit aus dem Hause Guernicus, seine Schar, Hans den Bezwinger, Volkmar den Starken und Heinrich den Treuen, die sich an diesem Tage als wahre Recken bewiesen haben, den Berg hinunter. Irgendwo auf der Treppe fanden wir Ilata, die missmutig uns erwartete und leise fluchte. Als wir den Fuss mit dem Dorf erreichten fanden wir die Dorfbewohner verängstigt in ihren Hütten vor. Ich, mit meiner bestimmenden Art, konnte Borgas überzeugen uns unsere Ausrüstung zurück zu geben. Danach machten wir uns auf nach Nocturnus, was wir in zwei Tagen erreichten.

Inzwischen hatte Remigius, der sich bereits auf dem Weg der Besserung befand, folgendes herausgefunden:
Ein Magier Gondrom aus Roznov hat diesen Gegenstand bei dem Händler Wladeslaw deponiert, um diesen dann an einen Kundigen Magier zu verkaufen. Es war also alles eine Falle. Beinahe hätte Remigius diesen Gondrom noch erwischt, doch leider ist er ihm entkommen.

Von Tolides, wie auch den Steintafeln, fehlt bis heute jede Spur, dabei würde es sich doch für ihn anbieten, diese in seinem Labor zu untersuchen.
Das ist alles sehr merkwürdig, Tolides ist mit den Steintafeln verschwunden, Ilata hat versucht uns daran zu hindern den Fluch von Remigius zu brechen und Gondrom aus Roznov hat versucht unseren Bund zu verfluchen, zumindest langweilig wird es mir nie.

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